Eingewöhnungskonzept 

 

Sie sollten je nach Alter (bei U3) und Wesen des Kindes

einen Zeitrahmen von ca. 2-4 Wochen einplanen.

 

Wie sieht die Eingewöhnung aus?     

Das neue Kind und seine Eltern - Mutter und/oder Vater – besuchen

in der ersten Woche für mehrere Stunden am Tag die Tagespflege.

Sie erleben den Alltag mit, beobachten die anderen Kinder in ihren Aktivitäten,

das Verhalten der Tagesmutter und den Rhythmus des Tagesablaufs.

 

Wie kann man das Kennenlernen ermöglichen?

Während der Kennenlernphase braucht das Kind die Wahlfreiheit.

Es soll selbst entscheiden, was es in welchem Tempo wahrnehmen möchte,

und darf nicht zu einer Aktivität gedrängt oder animiert werden.

Mutter und/oder Vater sind immer erreichbar.

Aus dieser Sicherheit heraus kann das Kind in aller Ruhe erkunden.

 

Wann findet die erste Trennung statt?

Laut „Münchener Eingewöhnungsmodell“ findet in den ersten Wochen

keine Trennung des Kindes von den Eltern statt.

Sie bleiben zuverlässig in der Nähe.

Einige wenige Kinder brauchen die Begleitung ihrer Eltern länger

als zwei oder drei Wochen, aber nicht, weil sie sich an die Anwesenheit der Eltern gewöhnt haben,

sondern weil sie sich noch nicht sicher genug fühlen.

Dies „sagen“ sie deutlich bei der Verabschiedung. Ihre Signale werden gehört,

und oft genügen wenige Tage mehr, bis sie sich ohne Probleme verabschieden.

 

Wie begleite ich das Kind während der Eingewöhnung?

Kinder gewinnen durch sprachliche Begleitung Sicherheit und Orientierung,

auch wenn sie die Bedeutung der Worte noch nicht verstehen.

Seien sie noch so jung – von Anfang an wird ihnen die Wahrheit gesagt.

In der zweiten Woche ziehen sich die Eltern immer mehr zurück

und überlassen mir die Initiative.

Auch dies wird den Kindern sprachlich vermittelt.